Luft- und Straßenverkehr

Heute Morgen an der Bushaltestelle stach mir der gelbe Strauch direkt in die Augen: bevölkert von Hümmelchen die friedlich nebeneinander frühstückten. Etwas neidisch stand ich daneben und mußte es einfach bildlich festhalten. Natürlich war ich etwas spät dran gewesen. Der vergessene Toast mußt ja doch noch getoastet werden. Dann noch flott den Müll wegbringen. Lag in dem Moment auch nicht auf dem Weg. Wenigstens spielte das Wetter heute mit. Grau in grau. Aber OHNE Regen. Die Hümmels hatten es gut. Mein Bus kam dafür ziemlich schnell. Da waren die plüschigen Gesellen noch in Ruhe am Teetrinken.

Nach und nach lockerte das Wetter auf und es wurde immer schöner. Da hieß es natürlich nach Feierabend DIREKT in die Klamotten und langsam ab auf den Brüser und laufen gehen. Auch hier begegneten mir wieder Schmetterlinge. Diese fliegenden Gesellen häufen sich zur Zeit. Da ich Bio schnellstmöglich abgewählt habe, kann ich nicht beurteilen, ob das zur Zeit ihre Zeit ist. Wobei ich mit ihnen ja sehr gut leben kann. Sie sind ja niedlich und gucken genau. Kleine süße Mini-Mäuse genauso wie dumme süße Eichhörnchen (das ist aber eine andere Geschichte) sind lebensmüder. Sie laufen einfach über die Straße ohne zu gucken. Obwohl ich nicht der Profiläufer bin, bezweifel ich es, daß so eine süße Mini-Maus mein in dem Moment schnelles Gewicht überleben würde. Aber dank eines ungeübten Ausfallschrittes hatte sie Glück. Ich bezweifel allerdings, daß sie mich wahrgenommen hat. Dafür lief sie zu zielstrebig. Fitter als ich ist sie aber bestimmt. Wenn sie denn noch lebt...

Jetzt bereite ich so weit es geht mein Frühstück für morgen vor. Dann kann ich vielleicht die kleinen Flügfrückstücker länger beobachten.

Der Ring verführt...


... zum Sport!

"Sich selbst besiegen
ist der schoenste Sieg."
(Friedrich Freiherr von Logau, 1604-1655)


Den inneren Schweinehund habe ich in der Eifel gelassen und ich hoffe, daß er dort ein schönes Zuhause gefunden hat. Auf Grund job- und ringtechnischer Differenzen wurde ich Mittwoch Spätnachmittags genötigt, quer durch die Eifel zu laufen. Sollte eigentlich nicht mehr weit sein. Im Nachhinein haben die Differenz und mich 1000 Telefonate und ca. 6 km getrennt. Das ging natürlich so weiter mit der Lauferei. Schön unbewusst natürlich hat sich der Schweinehund peu á peu aus dem Staub gemacht. Zu Hause wieder angekommen (von Eingewöhnung kann bis heute keine Rede sein) rutschten die Hosen etwas. Mutig wie ich war, habe ich die kurze Jeans aus dem Schrank gesucht. Diese hatte sich vor Angst gaaanz weit hinten im Schrank versteckt. Aber Flucht zwecklos. Und was soll ich sagen? Sie paßte perfekt und tut es auch nach erschreckend schnell vergangenen zwei Monaten auch noch. Gut so. Soll bitte auch so bleiben. Dann wurde flugs Geld bei dem 200m entfernten Laden mit dem großen L ausgegeben und nun ist die Sportklamottenauswahl etwas größer. Auch ganz hintem im Schrank tauchten die vor x Jahren gekauften Sportklamotten auf und werden jetzt regelmäßig gewaschen. Nach Gebrauch versteht sich. Dieses Jahr wird noch in vernünftige Laufschuhe investiert. Das war es dann.

Danke vielmals an die Differenz und an den 25-Jahre-Ringstau die mir dieses Erfolgserlebnis ermöglicht haben.

Der beste Hundemann den ich kenne





die besten.

"Sonne und Regen, die wechseln sich ab,




mal geht's im Schritt, mal geht's im Trab!"

Ja, was gibt es zu sagen. Leider überwiegt der Regen zur Zeit. Vor allem in B. Herr L ist in ein Gewitter gekommen aus dem er hoffentlich trocken wieder rauskommt und es dann im Himmel richtig krachen läßt. Auch sein Mitbewohner Herr T ist in den Regen gekommen, aber er hat den Schirm aufgespannt. Manche trifft es echt immer wieder, obwohl sie es DEFINITIV nicht verdient haben. Hoffentlich pendelt sich das Wetter endlich mal angenehm ein über Berlin.

Dann zieht das Gewitter weiter in den Westen. Die ehemalige Kollegin managed die Dialyse ihre Mannes. Wohnung gekauft, Kind da und dann die Dialyse ohne Aussicht auf Spenderniere. Kann es jemanden noch härter treffen?!

Bei der Loveparade 2010 in Duisburg sterben 19 Menschen auf Grund unfähiger Organisatoren. Muß so etwas sein?! Und keiner ist es natürlich schuld. Schade ist es nur, daß die Loveparade somit "abgeschafft" wurde. Bei Roskilde hat die Fortführung ja auch funktioniert. Im Jahr 2000 starben auf Grund des nassen Wetters neun Menschen. Das Festival wurde nicht abgebrochen. Es wurde ein Gedenkstein aufgestellt und neun Birken gepflanzt. Es kann doch funktionieren. Schade, daß die Opfer der Loveparade nun in Vergessenheit geraten. Aber es soll wohl so sein.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, daß für alle endlich wieder die Sonne scheint.